Cyber-Betriebsunterbrechungs-Versicherung

Betriebsunterbrechungen können viele Ursachen und Auswirkungen haben. Im IT-Bereich können Hackerangriffe dazu führen, dass Daten, Anwendungen, Netzwerkverbindungen oder Services für den regulären Betriebsablauf nicht mehr zu Verfügung stehen und dadurch ein hoher wirtschaftlicher und ideeller Schaden verursacht wird. Unternehmen und Betriebe versuchen zwar, sich mittels organisatorischer und technischer Präventivmaßnahmen vor solchen Angriffen zu schützen, dennoch gelingt es Cyber-Kriminellen immer wieder, sich in fremde EDV-Systeme hinein zu hacken.

Steht der Betrieb bedingt durch einen Hackerangriff still und es können fest vereinbarte Lieferterminzusagen nicht mehr eingehalten werden, entstehen daraus mitunter hohe Folgekosten. Speziell Online-Händler sind von einem möglichen Hackerangriff und den Folgen einer Betriebsunterbrechung stark betroffen. Betriebsstillstände wirken sich auf das ganze Unternehmen aus. Die daraus entstandenen Schäden sind im Vorfeld nur schwer finanziell abschätzbar; ganz abgesehen vom entstandenen Imageverlust.

Eine Cyber-Betriebsunterbrechungsversicherung sichert den Versicherungsnehmer gegen Schäden, die durch eine Betriebsunterbrechung verursacht werden, ab. Der Versicherer versteht unter eine Betriebsunterbrechung, dass die Produktion oder die Erstellung einer Dienstleistung vollständig oder teilweise unterbrochen ist. Die Ursache einer Betriebsunterbrechung im Rahmen einer Cyber-Versicherung muss durch einen nachvollziehbaren Hackerangriff erfolgt sein. In der Regel gilt bei einer Betriebsunterbrechung ein zeitlicher Selbstbehalt von 12 Stunden je Schadenfall.
Die jeweiligen Versicherungsleistungen einer Betriebsunterbrechung durch einen Cybervorfall sind bei den jeweiligen Cyber-Versicherern zu erfragen.

Datum der letzten Änderung: 07.09.2018


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